Emotionen als Ressource: Ukrainerin in der Schweiz startet in Partnerschaft mit USB ein Training zum Emotionsmanagement

Von der Region Lviv in den Kanton Freiburg

Iryna Tikhonova lebt seit über zwei Jahren in Bösingen im Kanton Freiburg. Sie kam aus einer Kleinstadt in der Region Lviv in die Schweiz. Vor kurzem schloss sie ihr Coaching-Diplom ab und bezeichnet sich heute als „Emotionsexpertin“.

Ihr neuer Beruf klingt faszinierend und sogar ein wenig mysteriös. Aber Iryna erklärt es einfach: Es geht um die Fähigkeit, seine Emotionen zu verstehen, mit ihnen zu arbeiten und sie in Energie umzuwandeln, um seine Ziele zu erreichen.

„Keine negativen Emotionen“

„Wir sind es gewohnt, Emotionen in ‚positiv‘ und ‚negativ‘ zu unterteilen“, sagt der Spezialist. „Zum Beispiel erscheinen uns Wut, Angst oder Enttäuschung als schlecht, weil sie uns müde, gestresst oder sogar schmerzhaft machen können. Doch in Wirklichkeit sind Emotionen keine Feinde, sondern Signale. Sie sagen uns, was mit uns passiert und worauf wir achten sollten. Wenn wir lernen, unsere Emotionen richtig zu verstehen, werden sie zu nützlichen Hinweisen, die uns helfen, besser auf uns und unser Leben aufzupassen.“

Laut Iryna ermöglicht Ihnen dieser Ansatz, Ihre Energie in die richtige Richtung zu lenken, anstatt sie zu verschwenden. Coaching hilft Ihnen, verborgene innere Ressourcen zu entdecken, die sich auf Ihre Gesundheit, Ihre Beziehungen, Ihre Arbeit und sogar Ihre Integration in eine neue Gesellschaft auswirken.

Persönliche Erfahrung als Beweis

Iryna Tichonowa hatte einen schwierigen Weg zur Integration. Sie studierte an der Universität Bern und erinnert sich, dass das Studium so anstrengend war, dass viele abbrachen. „Ich hätte auch abbrechen können. Aber das Wissen über Emotionen hat mir geholfen, nicht aufzugeben. Heute spreche ich fließend Deutsch und habe ein anerkanntes Zertifikat“, sagt sie.

Diese Erfahrung hat Iryna davon überzeugt, dass Coaching für andere Ukrainer notwendig ist. Denn selbst erfolgreiche Menschen, die in ihrer Heimat verantwortungsvolle Positionen innehatten, verlieren in der Schweiz oft den Glauben an sich selbst.

Kommendes Projekt in Bern

Um solche Menschen zu unterstützen, startet Iryna in Zusammenarbeit mit dem USB ein Training zum Thema Emotionsmanagement. Das Format findet sowohl online als auch offline in Bern statt. „Wir planen den Start in zwei bis drei Wochen. Wir beginnen jetzt mit der Rekrutierung von Gruppen“, erklärt sie.

Das Programm besteht aus einfacher Theorie in verständlicher Form und praktischen Übungen. Der Unterricht dauert mehrere Stunden: offline in einem intensiven Format, online – verteilt auf mehrere Tage.

Themen, die nachhallen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Integration in der Schweiz. „Viele Menschen erhalten nach einer Bewerbung eine Absage und denken sofort: Mit mir stimmt etwas nicht. Wir lernen, uns nicht abzuwerten, sondern zu verstehen, wie unsere Emotionen in solchen Situationen funktionieren“, erklärt der Projektgründer.

Iryna ist überzeugt, dass dieser Ansatz den Ukrainern dabei helfen wird, den Weg der Anpassung leichter zu beschreiten und den Glauben an ihre eigene Stärke aufrechtzuerhalten.

Training für alle, die Veränderungen im Leben wollen

Die Teilnahme an den Kursen ist finanziell erschwinglich und steht jedem offen, unabhängig vom Alter. Einzige Voraussetzung ist der Wunsch, das eigene Leben zu verändern. „Dieses Wissen bleibt für immer. Es kann nicht einfach verschwinden“, sagt Iryna lächelnd.

Ihr Hauptziel: Die Ukrainer sollen sich wohlfühlen, egal wo sie leben – in der Schweiz oder in der Ukraine.

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