Text: Svitlana Prokopchuk
Im Interview, das Adrian Gerber — Beauftragter für die Arbeitsmarktintegration von Personen mit Schutzstatus in den Jahren 2024–2026 — der Medienkoordinatorin der Vereinigung USB, Svitlana Prokopchuk, gegeben hat, erklärt er, dass die Integration von Ukrainerinnen und Ukrainern in der Schweiz nicht durch eine grosse Reform erfolgt, sondern durch schrittweise, kleine Anpassungen im System.
Die zentrale Idee ist, dass der Staat den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert hat: Bürokratische Hürden wurden reduziert, Bewilligungsverfahren durch Meldeverfahren ersetzt und die Koordination zwischen Kantonen und Wirtschaft verbessert. Dies führte zu einem allmählichen Anstieg der Beschäftigung unter Ukrainerinnen und Ukrainern.
Gleichzeitig bleibt die Integration ein komplexer und langfristiger Prozess. Zu den wichtigsten Hürden zählen die Sprache, die Anerkennung von Diplomen sowie die Besonderheiten des Schweizer Arbeitsmarktes, auf dem praktische Erfahrung oft wichtiger ist als formale Bildung. Viele beginnen mit einfacheren Tätigkeiten und wechseln erst mit der Zeit in ihrem Beruf entsprechende Positionen.
Die zentrale Schlussfolgerung: Erfolgreiche Integration hängt von einem frühen Einstieg, systematischer Unterstützung und der schrittweisen Sammlung von Erfahrung ab — nicht von schnellen politischen Entscheidungen.
Mehr dazu hier: https://journal-b.ch/artikel/es-gibt-keinen-hebel-nur-zahlreiche-kleine-schalter-und-knoepfe/
Foto: David Fürst