Wir verstehen einander: „Wir brauchen nicht irgendeinen, sondern einen gerechten Frieden“

Im Artikel von Svitlana Prokopchuk für das Journal B geht es um die veränderte Wahrnehmung des Krieges – sowohl in der ukrainischen Gesellschaft als auch unter Europäerinnen und Europäern – vier Jahre nach Beginn der großangelegten Invasion. Die Autorin reflektiert über Erschöpfung, gesellschaftliche Spaltungen und die Anpassung der Menschen an ein Leben unter ständiger Bedrohung.

Im Zentrum steht das Gespräch mit der Schweizer Forscherin Dr. Cécile Druey Schwab, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts zu den Ereignissen von 2013–2014 und zum Beginn des Krieges im Donbas Kyjiw besuchte. Sie beschreibt den Kontrast zwischen der relativen äußeren „Normalität“ des Lebens in der Hauptstadt und der täglichen Realität von Luftalarmen, nächtlichen Angriffen und der zermürbenden Logistik infolge von Stromausfällen. Die Forscherin betont die große Müdigkeit der Gesellschaft, zugleich aber auch das Fehlen einer Bereitschaft, um jeden Preis Zugeständnisse für einen Frieden zu machen.

Die zentrale Schlussfolgerung des Artikels lautet: In Diskussionen über den Krieg darf man nicht alles auf Geopolitik reduzieren. Über staatlichen Interessen müssen die Menschen, ihr Leben und ihre Würde stehen. Die Ukraine braucht nicht просто Frieden, sondern einen gerechten Frieden.

Artikel hier: https://journal-b.ch/artikel/wir-brauchen-nicht-irgendeinen-sondern-einen-gerechten-frieden/

Foto: Manuel Castellote

 

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